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Capoliveri

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Elba CapoliveriCapoliveri einer der am meisten besuchten Orte Elbas. Das Dorf mit seinen knapp 4000 Einwohnern thront von weither sichtbar auf einer Höhe von 167 m auf einem Sattel. Von zahlreichen engen Gassen und Treppen durchzogen ist der Ort Anziehungspunkt zahlreicher Touristen. Jährlich empfängt Capoliveri knapp eine Million Besucher. Den Mittelpunkt des Dorfes bildet die Piazza Matteotti mit einer schönen Aussichtsterrasse. Hier buhlen zahlreiche Cafés und Bars um die Gunst der Kunden. Von hier führt die Hauptgasse, die Via Roma, mit seinen vielen Geschäften weg. Parallel dazu verlaufen die ruhigeren Gässchen Via Cavour und Via Solferino, die immer wieder über teils überdachte Treppen und Durchgänge miteinander verbunden sind. Die Via Roma endet an der Piazza Belvedere. Hier hat sich der elbanische Künstler Italo Bolzano mit einer Glasskulptur und einer Wandkeramik verewigt. Vom Platz aus sieht man bis zur Insel Montecristo. Rund die Hälfte der Häuser in Capoliveri sind heute in der Hand von Deutschen. Aber auch Römer haben sich hier ein Ferienhaus gekauft. Dies führte dazu, dass Capoliveri zu den reichsten Gemeinden ganz Italiens gehört. Im Jahre 2004 führte die Stadt die Rangliste gar an. Capoliveri ist auch bekannt für seine vielen Feste. Dazu gehören das Fest der Bergarbeiter (Mai), das Fest der Verliebten (Juli) und das Fest der Trauben (Ende September/Anfangs Oktober).

 

Geschichte von Capoliveri

Bereits die Etrusker siedelten an dieser strategisch günstigen Lage. Somit gehört Capoliveri zu den ältesten Orten Elbas. Der Name der Stadt stammt aus dem lateinischen „Caput Liberum“. Dies kann übersetzt werden mit „Haupt der Freien“. Es ist aber auch möglich, dass der Name nach dem Gott des Weines, Liber, abgeleitet wird. Tatsächlich war der Wein der Region schon sehr früh für seine hohe Qualität bekannt. Die Pisaner befestigten im 12. Jahrhundert den Ort mit hohen Mauern, denn wie auch die restlichen Küstengebiete Elbas war auch Capoliveri immer wieder von Piratenüberfällen bedroht. 1544 wurde Capoliveri nahezu vollständig zerstört. Der Pirat Barbarossa, der 10 Jahre zuvor bereits Rio’nell Elba zerstörte, tauchte auf und forderte die Herausgabe des Sohnes einer seiner engsten Freunde. Beim Überfall auf Rio nell’Elba wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Darunter war auch eine Frau, die von einem hohen Offizier ein Kind erwartet hatte. Nach ihrer Befreiung unter Karl V. gebar sie das Kind auf Elba. Barbarossa uns dessen Freund erfuhren davon und gingen nördlich von Porto Azzurro an Land. Diese Bucht trägt noch heute den Namen des berühmten Piraten. Sie forderten die Herausgabe des Kindes, was Jacopo Appiani, der damalige Herrscher Elbas aber verweigerte. Daraufhin zerstörten die Piraten Capoliveri und erzwangen so die Herausgabe des Kindes.
Auch im Jahre 1708 wurde Capoliveri wieder zu einem grossen Teil in Schutt und Asche gelegt. Damals waren es die Bourbonen, die während des Spanischen Erbfolgekrieges die Stadt verwüsteten.

Die Einwohner von Capoliveri lebten schon seit jeher vom Erzabbau. Noch heute sind auf der Halbinsel Calamita die Spuren des Tagebaus deutlich zu sehen. Eine weitre Einnahmequelle war der Weinbau. Am Ende des 19. Jahrhunderts, als die Reblaus grassierte, wanderten viele Capoliveresen aus. Zahlreiche verschlug es nach Südamerika. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Hochöfen in Portoferraio geschlossen, was wieder viele Einheimische zum Auswandern zwang. Diesmal war Australien das Ziel vieler. In den 1970er-Jahren wurden die Minen auf der Halbinsel Calamita geschlossen und auch dies führte zu einer weiteren Auswanderungswelle. Mit dem Einsetzen des Tourismus nahm die Bevölkerung von Capoliveri aber wieder stark zu und die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Ferienzentrum der Insel Elba.

 

Sehenswürdigkeiten von Capoliveri

Die grösste Sehenswürdigkeit von Capoliveri ist zweifelslos die Stadt selbst!


Unterhalb der zentralen Piazza Matteotti befindet sich ein Mineralienmuseum. Dieses ist in den Räumen der alten Zisterne untergebracht. Die Sammlung stammt von Alfeo Ricci, der diese in den 1930er bis 1960er-Jahren zusammenstellte. 2002 wurde die Sammlung von Gianfranco Ricci und der Gemeinde Capoliveri der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Besucher erhält einen hervorragenden Überblick über die reiche Vielfalt an Steinen, die auf Elba vorkommen.
Öffnungszeiten: April, Mai, Juni, September und Oktober von 09.30 bis 12.30 und von 16.30 bis 19.30 Uhr. Juli und August von 09.30 bis 12.30 und von 19.00 bis 24.00 Uhr. Eintritt: 2.50 Euro für Erwachsene, 1.50 Euro für Kinder.

 

Unterhalb von Capoliveri liegt die Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie. Die Anfahrt ist ab Capoliveri gut beschriftet (siehe auch Anfahrt Strand von Morcone) und beträgt 2.5 km. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert von Augustinermönchen erbaut, die hier bis 1773 blieben. 1792 war die Kirche Zufluchtsort für französische Mönche während der Französischen Revolution. Die Kirche hat die Form eines lateinischen Kreuzes und weist eine Kuppel auf. Der Glockenturm ist im orientalischen Stil gebaut. Im Inneren der Kirche, die leider nur noch zur Messe geöffnet ist, hängt über dem Marmoraltar ein Ölgemälde der Madonna mit Kind. Es soll von einem Schüler Michelangelos gemalt worden sein.
Nur gerade 300 m unterhalb der Kirche liegt eine kleine Sandbucht, die Spiaggia della Madonna. Diese ist knapp 100 m breit und im Wasser von Felsen durchsetzt, was für Schnorchler interessant ist. Es gibt auch ein kleines Restaurant.

 

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