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Insel Elba

Porto Azzurro

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Elba Porto AzzurroPorto Azzurro ist einer der schönsten Häfen der Insel Elba. Dies verrät schon sein Name: Porto Azzurro bedeutet Blauer Hafen. Diesen Namen trägt der Ort allerdings erst seit 1947. Bis vor wenigen Jahren legten hier auch Fähren vom Festland an, bis der Fährhafen nach Rio Marina verlegt wurde. Zu einem „Blauen Hafen“ schienen die grossen Fährschiffe einfach nicht zu passen. Heute liegen im Hafen viele Fischerboote, Segel- und Motorjachten. Gleich hinter der Uferpromenade liegt die grosszügige Piazza Matteotti mit seinen zahlreichen Cafés, Bars und Boutiquen. Hier pulsiert das Leben. Mütter schieben ihre Kinderwagen, kleine Kinder machen ihre ersten Versuche auf dem Fahrrad, grössere spielen Fussball und die Alten sitzen auf den Bänken schauen diesem Treiben zu. Hinter der Piazza Matteotti liegt das Centro Storico von Porto Azzurro mit seinen engen und verwinkelten Gassen. Die Häuser stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. In den Sommermonaten ist hier und auf der Piazza Matteotti viel los. Die Touristen schlendern umher und zahlreiche Strassenhändler bieten ihre Waren feil. Auch mehrere Mineralienläden sind zu finden. Porto Azzurro wird gerne auch von Touristenbussen angefahren.
Wie auch der Rest der nordöstlichen Halbinsel Elbas ist Porto Azzurro nicht gerade ein idealer Badeort. Zwar findet man beidseits des Ortes mehrere Strände, diese können allerdings den Stränden im Süden Elbas nicht das Wasser reichen.
Von Portoferraio her kommend fährt man an der Molabucht entlang und erblickt nach einer Linkskurve plötzlich den hinreissenden Hafen von Porto Azzurro. Dahinter ragen rötliche Berge in die Höhe, ein echter Postkarten-Blick! Vom Monte Mar di Capanna mit seinem grossen Gipfelkreuz hat man eine einmalige Aussicht auf Porto Azzuro!

 

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Geschichte von Porto Azzurro

Bereits die Römer nutzten die tief eingeschnittene Bucht von Mola als Hafen. Dies bezeugen Funde, die vor wenigen Jahren am Meeresgrund gemacht wurden. Der ursprüngliche Name von Porto Azzurro war Porto Longone, was auf den langen Meeresarm hindeutet, der früher noch viel weiter ins Landesinnere führte und später aber immer mehr versumpfte. Seit jeher war das Hinterland von Porto Azzurro fruchtbar und daher für den Weinanbau genutzt worden. Im Mai 1603 gingen in der Bucht spanische Truppen an Land. Diese landeten hier angeblich auf Anraten des berühmten Genueser Andrea Doria, der im 16. Jahrhundert den Spaniern unter Karl V. nahelegte, hier einen Gegenpol zum stark wachsenden Cosmopoli (dem heutigen Portoferraio) der Medici zu errichten. Man machte sich daran die Festung Piazza di Longone auf einem Hügel oberhalb der Bucht zu bauen. Der Architekt Don Garcia de Toledo liess die Festung mit einem Sternförmigen Grundriss errichten. Darin befand sich der Gouverneurspalast, Wohnungen für Offiziere und Platz für über 2000 Soldaten. Am Fusse der Festung liessen sich schnell Handwerker, Händler und Fischer nieder, die aus dem damals noch spanischen Neapel hierhin kamen. Die Siedlung wuchs rasch und trug den Namen Porto di Longone. 1646 wurde Porto Longone von den Franzosen belagert, welche aber unverrichteten Dinge vier Jahre später wieder abziehen mussten.
Auf der anderen Seite der Bucht von Mola begann man im Jahre 1678 mit dem Bau der ebenfalls sternförmigen Fortezza del Focardo. Bereits zwei Jahre später war der Bau unter dem Architekten Alessandro Piston fertig gestellt. 1848 fügte man der Festung einen Leuchtturm hinzu, den heute noch in Betrieb ist. Da die Festung im Besitz der italienischen Marine ist, kann sie nicht besucht werden.
Nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Franzosen und den Engländern wurde die Insel 1802 Frankreich zugesprochen. Somit wurde auch Porto Longone Französisch und der Ort verlor an Bedeutung, denn Napoleon wählte 1814 Portoferraio als Regierungssitz. Als 1815 die ganze Insel Elba dem Grossherzogtum Toskana zugesprochen wurde, wurde aus der Festung (heute San Giacomo) ein Gefängnis. Heute noch sollen in der Festung 400 Gefangene untergebracht sein. 1947 gab man Porto Longone den Namen Porto Azzurro (Blauer Hafen) um vom Gefängnisimage der Stadt abzulenken. Vielmehr sollte das schöne Blau des Meeres im Zentrum stehen als das Gefängnis oberhalb des Hafens.

 

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Sehenswürdigkeiten von Porto Azzurro

> Hier gehts zur Beschreibung der Piccola Mineria, der kleinen Mine.


Wunderschön ruhig und hoch in einem Tal liegt die Wallfahrtskirche Madonna di Monserrato. Die Kirche wurde auf einem Felsen errichtet, dahinter ragt der Monte Castello in die Höhe. Der spanische Gouverneur der Festung Piazza di Longone, José Pons y Leon, kam auf dem Weg nach Elba in ein heftiges Unwetter und entkam nur knapp dem Schiffbruch. Als Dank für seine Rettung stiftete er den Bau der Kirche an dieser einmaligen Lage. Als Vorbild diente das gleichnamige Kloster bei Barcelona. Der Gouverneur liess auch eine Kopie der Schwarzen Madonna anfertigen, die er der Kirche schenkte. Nach seinem Tod liessen sich hier einige Mönche nieder.
Anfahrt: Von Porto Azzurro fährt man Richtung Rio nell’Elba (vorbei an der Piccola Mineria). Nach rund 1.5 km zweigt links eine schmale Strasse ab (ausgeschildert). Dieser folgt man bis zu einer mächtigen Pinie, unter der man parken kann (850 m). Etwas weiter hinten gibt es eine weitere Parkmöglichkeit. Ab hier folgt man der Strasse zu Fuss. Anfangs asphaltiert, wird die Strasse zur Piste und schliesslich zu einem Weg, der in steilen Serpentinen teilweise über Treppen hoch zur Kirche führt, die auf rund 110 m über Meer liegt. Hin und zurück benötigt man eine gute halbe Stunde. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen. Den schönsten Fotoblick hat man etwas oberhalb der Kirche, wenn man diese zusammen mit der Aussicht aufnehmen möchte. Hier sind noch die Überreste der alten Wasserzuleitung zu erkennen. In der Saison kann das Innere der Kirche besichtigt werden.

 

Empfehlenswerte Unterkunft in Porto Azzurro: Elba Vip

 

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