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Villa San Martino von Napoleon und Villa Demidoff

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Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon BonaparteGanz hinten im Tal von San Martino liegt der einstige Landsitz von Napoleon. Hier war von Mai 1814 bis Februar 1815 einer der beiden Regierungssitze Napoleons auf Elba. Die Strasse endet an einem grossen, gebührenpflichtigen Parkplatz (2€) mit Souvenirshop. Von Portoferraio aus fährt auch ein Bus bis hierher (Linea 1). Zu Fuss geht man die schön angelegte Allee hoch zurVilla Napoleon. Man durchquert schmiedeeisernes Tor mit mehreren Adlern. Das prächtige Gebäude mit seinen Säulen allerdings ist nicht Napoleons ehemaliger Landsitz. Dieser befindet sich direkt darüber (mit den dunkelroten Fensterläden). Das weitaus prachtvollere Anwesen ist die Villa Demidoff, dazu später mehr. Nach dem Kauf des Tickets geht man links um die Villa Demidoff herum und erreicht so auf einem sanft ansteigenden Weg die Villa von Napoleon.

 

Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte
Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte  

Villa San Martino - der Landsitz von Napoleon

Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon BonaparteVon der Terrasse aus hat man eine schöne Aussicht durch das ganze Tal von San Martino bis nach Portoferraio. Von der Villa kann nur das obere Stockwerk besichtigt werden. Im unteren Stockwerk befinden sich das Bad mit der Marmorwanne und ein Kamin. Eines der Wandgemälde zeigt eine Badende. Bei gutem Wetter sind die Fenster des unteren Stockwerks geöffnet, sodass man von aussen hineinschauen kann. Das obere Stockwerk umfasst acht Zimmer. Sie sind grösstenteils alle überraschend schlicht gehalten. Dass es sich um die Villa eines Kaisers handelt, mag man nicht so recht glauben. Auf dem Rundgang kommt man durch das Vorzimmer der Generäle, das Zimmer für General Antoine Drouot und das Zimmer für General Henri-Gatien Bertrand. Das Zimmer des Liebesknotens zeigt ein Deckengemälde mit zwei Tauben, die voneinander weg fliegen. Zwischen ihren Schnäbeln halten sie ein locker verknotetes Band. Dieser Knoten wird immer fester, je weiter sich die zwei Tauben voneinander entfernen. Leider kamen Napoleons Frau, die Kaiserin Marie-Louise, und sein Sohn nie nach Elba. Napoleon sah sie nie mehr wieder. Das Zimmer des Liebesknotens war der Versammlungsraum von Napoleons Generalstab. Auf dem Rundgang kommt man auch in das Schlafzimmer Napoleons mit Kamin. Am prächtigsten ist das Ägyptenzimmer, in dessen Mitte Papyrus-Pflanzen wachsen. Die Wände sind kunstvoll bemalt, sodass man den Eindruck hat, in einem ägyptischen Tempel zu stehen. Der Boden will da aber nicht so recht dazu passen.
Napoleon hat das Grundstück mit dem alten Bauernhof für 180‘000 Francs gekauft und den Hof zur Villa umbauen lassen. Nach anderen Quellen liess er den Bauernhof abreissen und auf dessen Grundmauern die Villa errichten. Wieder eine andere Quelle behauptet, Napoleons Schwester, Pauline Bonaparte, hätte das Landhaus ihrem Bruder geschenkt. Die Möbel im Haus sind keine Originale. Diese wurden leider von den Erben von Anatoli Demidoff verscherbelt. Immerhin stammen die Möbelstücke aus der richtigen Zeit und vermitteln so einen Eindruck, wie Napoleon auf seinem Landsitz gelebt haben mag.

 

Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte
Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte
Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte Elba Villa San Martino auf Elba - Napoleon Bonaparte

Villa Demidoff

Unter der Villa Napoleon steht die prächtige Villa Demidoff, dessen Dach heute die Terrasse vor Napoleons Landsitz darstellt. Der Kaiser selbst konnte sich aber nie auf dieser grossen und aussichtsreichen Terrasse verweilen, denn die Villa Demidoff wurde erst zwischen 1851 und 1859 im neoklassizistischen Stil erbaut. Bauherr war der russische Adelige und heisser Napoleon-Verehrer Anatoli Demidoff. Dieser heiratete eine Nichte Napoleons, die Tochter von Jerome Bonaparte, Matilde. Die Ehe hielt allerdings nur gerade 6 Jahre. Demidoff kaufte mit einem grossen Teil seines Vermögens das Grundstück auf und erwarb zusätzlich viele Dinge aus dem Privatbesitz Napoleons: Möbel, Gemälde, Schriftstücke, Schmuck und diverse andere Gegenstände. Diese beachtliche Sammlung stellte er in der Villa Demidoff aus. Nach seinem Tod im Jahre 1870 verkauften seine Erben einen Grossteil dieser Sammlung. Heute sind in der Galerie Gemälde, alte Fotos, Schriftstücke, Kupferstiche und so weiter zu sehen. Für die weisse Marmorbüste der Galatea stand mit grosser Wahrscheinlichkeit Napoleons Schwester Paolina Modell.

 

Elba Villa Demidoff Elba Villa Demidoff
Elba Villa Demidoff  
   

 

 

Seit 1932 ist das Gelände mit der Villa Napoleon und der Villa Demidoff im Besitz des italienischen Staates.

 

Öffnungszeiten: täglich von 9 – 19, an Sonn- und Feiertagen von 9 – 13 Uhr. Montags geschlossen. Eintritt: 3€ (das Kombiticket mit der Villa dei Mulini, Napoleons Hauptwohnsitz in Portoferraio, kostet 5€)

 

 

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